
Der Gewinner des Publikumspreises der N-ERGIE steht fest!
Die Besucherinnen und Besucher haben gewählt: "in between spaces", die Installation im Innenhof des Alten Rathauses war für 51,1 % der "Wahlberechtigten" der absolute Favorit unter den Projekten des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs 2013. Bei einem Pressetermin wurde dem Künstlerinnentrio Katharina Heubner, Martina Kändler und Susan Helen Miller (alle drei Studentinnen an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg) der mit 5.000 € dotierten Publikumspreis der N-ERGIE überreicht. Herzlichen Glückwunsch!
Platz 2 belegt „Whistle B331“ von Judith Spang (Mainz)
Platz 3 „Oktaktum“ von Tone Schmid (Weiden/Opf.).
Aus der Menge der abgegebenen Stimmkarten wurden drei gezogen. Unter den Absendern wurden drei Gewinne vergeben:
Den 1. Preis, ein Cruise Board Wanderkajak, erhält Raffaela Galatioto aus Erlangen. Über den 2. Preis, einen Tatonka Wanderrucksack, freut sich Andrea Lukaschtik, Nürnberg, den 3. Preis, einen Grillgürtel, bekommt Maximilian Meyer, ebenfalls aus Nürnberg.
Wir wünschen viel Vergnügen mit den Gewinnen und hoffen, dass sie in diesem Sommer noch oft eingesetzt werden können.
Die nächste Blaue Nacht ist am Samstag, 3. Mai 2014, das Thema der Veranstaltung erfahren Sie ab Ende Juli an dieser Stelle.
Die Ausschreibung für den Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb 2014 können Sie ab Mitte September hier abrufen.
Bilanz der Blauen Nacht 2013: 140.000 Besucher und imponierende Kultur
Immerwährende Winter-Gefühle konnte auch die 14. Ausgabe der Blauen Nacht nicht vollends vertreiben, aber immerhin wehte ein blaues Frühlings-Bändchen durch Nürnbergs Altstadt. Und die Besucherinnen und Besucher nahmen das Angebot dankend an, Stadterkundung mit einem überbordenden Kultur-Angebot zu verbinden. Gut, es hätte durchaus sonniger und etwas wärmer sein können, es herrschten aber allemal Temperaturen, die das Flanieren durch die Blaue Nacht angenehm machten.
Aber nicht nur das! Das Publikum war – die Reaktionen zeigten es – schlichtweg hingerissen:
Ein ausverkauftes Star-Wars-Konzert um 23 Uhr im Opernhaus (Süd 1), Besucherzahlen wie noch nie in den beteiligten Häusern, lange Schlangen von geduldig Wartenden, die z.B. vor dem Kiosk im Innenhof des Katharinenklosters anstanden, wo Harri Schemm „himmlische Weisheiten“ (Ost 12) verteilte. Oder im Hof der Rentenversicherung, wo man nicht nur warten sondern auch etwas tun musste, um schließlich eine der begehrten Wagner-Büsten (Anton Schumann, „Wagner ist für alle da!“, Süd 2) zu ergattern. Ähnliches gleich nebenan: Es brauchte einige Zeit und viel Geduld, bis man das vielstimmige Konzert der anarchisch piepsenden und trillernden Schlüsselfinder (Judith Spang, „WHISTLE B331“, Süd 3) erleben konnte. Tausende von Besucherinnen und Besucher, die sich selbst um 1.30 Uhr noch nicht satt gesehen hatten an der faszinierenden Burg- Projektion des Nürnberger Streetart-Künstlers und Kommunikationsdesigners, Julian Vogel (Nord 1) ...
Und das sind nur einige wenige Highlights aus dem attraktiven, vielfältigen und phantasievollen Programm mit über 250 Angeboten an 71 Kunst- und Kulturorten, das in der 14. Langen Nacht der Kunst und Kultur zu bewältigen war.
Mit "Himmelsstürmer" (Richard Wagners 200. Geburtstag und der immer am 4. Mai stattfindende „Internationale Star Wars Tag“ waren die Quellen der Inspiration) war ein Thema gefunden, das allen Beteiligten – den Insti- tutionen wie den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Blaue-Nacht- Kunstwettbewerb – offensichtlich beste Entfaltungsmöglichkeiten bot.
140.000 Blaue-Nacht-Fans aus Nürnberg, der Region, aber (wie uns der Ticketvorverkauf zeigte) auch aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland (USA!) flanierten durch die in blaues Licht gehüllte Altstadt und erlebten in der Nacht der Nächte ein Programm, das kaum Wünsche offen ließ.
- Julian Vogel, der junge Nürnberger Kommunikationsdesigner und Street-Art-Künstler, zog mit seiner faszinierenden Projektion „AD ASTRA“ auf die Fassade der Kaiserburg das Publikum in seinen Bann. Farbenprächtige Motive und Ornamente versinnbildlichten phantasievoll die Traumwelten einer jungen Frau.
Wie jedes Jahr war der Weg zum Ölberg unterhalb der Kaiserburg für Tausende von Besucherinnen und Besuchern ein obligatorischer Pilgerpfad. Mit den in aller Welt tätigen Wiener Projektionsspezialisten Rezac hatte Julian Vogel kongeniale Partner für die diffizile und exakte Umsetzung seines Groß-Projekts zur Seite.
Die Entwürfe für diese Projektion zeigt eine Ausstellung im KunstKulturQuartier (bis zum 26. Mai 2013, Glasbau, 1. Stock, Königstraße 93, täglich außer montags, 10 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr). - Auf dem Hauptmarkt wurde an der Fassade des Neuen Rathauses die Geschichte „Der Phantastonaut“ erzählt. Innenleben und Au- ßenhaut des Rathauses wurden zum Abenteuerspielplatz kosmi- scher Fabulierlust. Die 3D-Mapping-Projektion von Martin Böttcher und „das modular“ (Frankfurt) zog das Publikum in die Phantasiewelt eines kleinen Jungen hinein. Eine ausgefeilte Technik, interessante Motive, pfiffige Ideen und die Anmutung der Dreidimensionalität beeindruckten das Publikum.
Neben Lichtkunst-Präsentationen prägten vor allem Installationen und interaktive Performances diese Kultur-Nacht. Von den 59 beteiligten Insti- tutionen können an dieser Stelle leider nur wenige erwähnt werden:
- Staatstheater Nürnberg, Museum für Kommunikation, DB-Museum und Theater „O“ haben die in den letzten Jahren erprobte und erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt. Und so wurde auch 2013 das "KulturVIEReck Lessingstraße" zu einem Highlight der Blauen Nacht.
- Auf der gesperrten Lessingstraße und in den angrenzenden Museums- und Theaterräumen wurde ein wahres Feuerwerk an spritzigen Ideen gezündet. Das Publikum erlebte Darth Vader, Prinzessin Leia, zahlreiche Stormtrooper, R2D2 und wie sie alle heißen, die Gestalten aus den legendären „Star Wars“-Filmen von George Lucas. Die „Star Wars Fans Nürnberg“ haben glücklicherweise den „Internationalen Star Wars Tag“ in die Blaue Nacht verlegt und wurden zu einem richtigen Hingucker. Dazu passte die weltberühmte Filmmusik von John Williams, mit der GMD Marcus Bosch und die Staatsphilharmonie im benachbarten Opernhaus zu vorgerückter für Hollywood-Feeling sorgte. „Himmelstürmend“ ging es weiter mit der Kultserie „Raumpatrouille Orion“, die nonstop ein Wiedersehen mit Eva Pflug und Dietmar Schönherr bescherte. Expressführungen durch die Museen, Litera- risches zur Blauen Nacht, Feuershows, Maskenperformances, Szenen aus der Rocky Horror Show, Darbietungen des Opernen- sembles und schließlich der wie immer fetzige Auftritt der Gute- Laune-Band La Boum rundeten das Programm ab.
- Dass Nürnberger Rüstungen als Hollywood-Vorlage dienten, wissen seit dieser Blauen Nacht die Besucherinnen und Besucher des Germanischen Nationalmuseums, das nach einjähriger – Dürer- bedingter Pause – wieder dabei ist. Tatsache ist, dass das Ausse- hen der weißen „Stormtrooper“-Rüstungen aus den „Star Wars“- Filmen seine Wurzeln in der Nürnberger Patrizier-Geschichte hat. Harnische für die fränkische Upper Class ähneln den Hollywood- Varianten aufs Erstaunlichste. Bei Führungen durch die Waffensammlung des Germanischen Nationalmuseums konnte man nun auch diese Informationslücke schließen.
- Das Ballettförderzentrum weitete auch in diesem Jahr seinen Akti- onsradius aus. „Tanz der Götter - 1“ zeigte in der Zentrale (Gleißbühlstraße) – frei nach Homer – die Tanzfassung der Geschichte von Penelope und Odysseus. Auf der Terrasse des Hauses konnte man ein Tanzduett zwischen Himmel und Erde bestaunen. Mit „Tanz der Götter – 2“ ging das Ensemble auf die Straße (der Menschrechte): Hiphop auf den Pfaden der griechischen My- thologie war zu jeder vollen und halben Stunde angesagt. Hier war die Beziehung zwischen den griechischen Göttern Ares (für den Krieg zuständig) und Aphrodite (Liebe!) das Thema. Und Artemis blies passenderweise mit dem Jagdhorn den Takt zum Geschehen.
- Konditionstraining im Ausstellungs-Hopping: Mancher nutzte die Blaue Nacht auch, um laufende Ausstellungen in einem Sinnes- Marathon zu erleben. So ließen sich die aktuellen Präsentationen der Nürnberger Kunstprofessorin Heike Baranowsky (Kunsthalle im KunstKulturQuartier), des fotografierenden Meisterregisseurs Bülent Ceylan aus der Türkei (Künstlerhaus im KunstKulturQuartier), der US-Minimalistin Mary Heilman (im Neuen Museum Nürnberg) und andere Stationen (Museum Tucherschloss, Kunstbunker, Kunstverein Nürnberg oder Kunstverein Kohlenhof) zu einer Schau-Parade verbinden.
- Im Künstlerhaus im KunstKulturQuartier beeindruckte das „TANZwerk Vertikal“ mit einer atemberaubenden Performance: In- go Schweiger und seine Co-TänzerInnen verbanden Artistik, Poesie und Musik zu einem einzigartigen und atemberaubenden Höhenflug.
- Die Hochschule für Musik aktivierte „musikalische Himmelslichter“: Den Anfang machten die Saxophon-Anarchisten von „fiasco classico“. Ihnen folgte „Hans Randolf Konze“, der sich nicht zufällig ganz eng „Brille“, seinem Bruder im Geiste und in der Musik, Heinz Rudolf K. verbunden fühlt. Schließlich drehte die alpine Blechlawi- ne Blassticks Brassband mächtig auf: bekannte Volkslieder im souligen New-Orleans-Brass und schräge eigene Kompositionen im Dialekt des bayerisch-österreichischen Grenzgebiets.
Der alljährlich stattfindende Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb verleiht der Blauen Nacht als überbordendem Kunst-Ereignis zusehends an Profil- schärfe. Schon allein die zwölf Positionen, die eine Jury aus den 130 internationalen und nationalen Einsendungen zum Thema „Himmelsstürmer“ ausgewählt hat, können einen eine ganze Nacht beschäftigen. Alles war überraschend und spannend.
Auch hier können leider nur drei weitere herausgegriffen werden:
- Eine „Tropfmusik“ für Auge und Ohr („OKTAKTUM“) gab es im Germanischen Nationalmuseum.
- In der Ehrenhalle des Alten Rathauses konnte man in der Installation der Hamburgerin Ulrike Schüchler „Fliegen lernen“.
- Im Innenhof des Rathauses bot die Installation „In between spaces“ des Künstlerinnentrios Martina Kändler, Susan Helen Miller und Katharina Heubner von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (über)sinnliche Erfahrungen der besonderen Art: Die Laserprojektion vermittelte den BetrachterInnen die Anmutung direkt un- ter, über Wolken oder durch sie hindurch zu schreiten. Das Publikum konnte sich kaum losreißen und verharrte – stehend, sitzend oder auch liegend – um die Situation zu genießen.
Man darf gespannt sein, welches der zwölf Projekte vom Publikum zum Gewinner des zum zweiten Mal ausgelobten Publikumspreises der N- ERGIE gewählt wird. Verdient hätten es wirklich alle, doch um – leicht abgewandelt – Supermodel-Mama Heidi Klum zu zitieren: Es kann – leider – nur ein Projekt Gewinner werden.
Der Publikumspreis der N-ERGIE wird am 10. Juni 2013 an das Gewinnerprojekt übergeben.
Unser herzlicher Dank gilt
... allen Unterstützern der Blauen Nacht für ihr großes Engagement: den zahlreichen Programmverantwortlichen in den beteiligten Institutionen,
den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb,
der Wettbewerbsjury und natürlich allen Sponsoren. Ohne diese Unterstützung wäre die Blaue Nacht in dieser Form nicht realisierbar.
Vorschau:
- Die Blaue Nacht 2014 findet am Samstag, 3. Mai, statt.
- Das neue Thema der Veranstaltung wird bis Ende Juli bekannt gegeben.
- Die Ausschreibung des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs 2014 ist ab Ende September auf www.blauenacht.nuernberg.de eingestellt.











