Die Blaue Nacht ®

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Das war die Blaue Nacht 2007

19. Mai 2007

In dieser Blauen Nacht gab es mehrere Premieren:

Die erste, und nicht die Unwichtigste: Das Wetter war zum ersten Mal sehr gut und versetzte, nach Schätzungen der Nürnberger Polizei, ca. 120.000 Besucherinnen und Besucher in richtig gute Blaue-Nacht-Laune, bereit, sich auf die Spuren des vom Thema „Zeit(en)” inspirierten Programms zu machen.

Sie wurden von allgegenwärtigem Blau und zahlreichen Lichtinstallationen empfangen: markante Fassaden wie die der Lorenzkirche oder gar ganze Plätze wie der Albrecht-Dürer-Platz (Wolfgang Weber: „Blaue Zone”) wurden in Blau gehüllt, passend zum Thema wurden zahlreiche (Sonnen)Uhren mit Licht in Szene gesetzt. Zu ganz ungewöhnlicher Zeit setze sich für die Blaue-Nacht-Schwärmer das „Männleinlaufen” in Gang.

Wie immer ein großer Erfolg: Die prächtige Illumination der Kaiserburg, die das Publikum erneut staunen ließ! Auch hier gab es eine Premiere: Mit dem Nürnberger Künstler und Kulturpreisträger Toni Burghart steuerte der erste in der Reihe fränkischer Künstler seine Ideen und Skizzen, die sich erwartet hinter- und scharfsinnig mit dem Thema „Klimawandel” befassten, zur Projektion der österreichischen Firma Rezac bei. Fortsetzung folgt – dank der Sparkasse Nürnberg – in den nächsten Blauen Nächten.

Ebenfalls neu in diesem Jahr: „Mobile Zeit(en) – Mit historischen Fahrzeugen durch die Blaue Nacht” ließ, soweit es Neuwagen von BMW und die Oldtimer auf dem Lorenzer Platz betraf, erwartungsgemäß die Herzen vor allem der Männer höher schlagen. Das Angebot, mit den Bussen aus acht Jahrzehnten die Altstadt zu umrunden oder – bei dem Wetter! – in den Kutschen das romantische Fahrgefühl vergangener Zeiten zu genießen, sprach die Frauen, die Familien und die Paare an. Ca. 800 Menschen ließen sich zu einer Fahrt verführen.

Auch wenn es den Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb schon seit vier Jahren gibt, so bietet er doch in jedem Jahr eine ganze Reihe von Premieren. 2007 wurden elf Performances, Licht- und Videoinstallationen aus 100 in- und ausländischen Bewerbungen ausgewählt:

Immer wieder lassen die Aktionen von Susanne Carl, als Rosi das Urgestein des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs, den Betrachter schmunzeln. In diesem Jahr hatte sie in den acht Kaltblütern des Bauern Heinz Lehneis kongeniale Partner.

Auch die anderen Aktionen zogen die Besucher in ihren Bann: Ob zart und verhalten wie „Once upon a time” von Katja Then, die mit Seifenblasen und Tausenden von Lichtern die Vestnertorbastei in ein Luftschloss verwandelte und das Publikum verzauberte; oder eher deutlich und direkt wie die audiovisuelle Lifeperformance „hammerhaus” der Stuttgarter Kurt Laurenz Theinert und Axel Hanfreich, die mit Club-Beats und, von einem Visual Piano erzeugten, technoiden grafischen Mustern vor allem junge Leute in den Saal des Heilig-Geist-Spitals lockte.

Benjamin Zuber arrangierte mit seiner, von den Nürnberger Nachrichten geförderten Videoinstallation „365” die Titelseiten des Jahres nach der letzten Blauen Nacht immer wieder neu, und animierte das Publikum zum Entschlüsseln dessen, was die letzten zwölf Monate an Ereignissen für uns parat hielten.

Erwartungsgemäß lockte die Schlafperformance „Gute Nacht” die Neugierigen in Scharen in den Historischen Rathaussaal, in dem vierzig „Schläfer”, ausgerüstet mit Kuscheltier und walkman, versuchten Ruhe zu finden.

Die Blaue Nacht übt einen großen Reiz auch auf Institutionen aus, die sich bislang noch nicht beteiligt haben: So wirkten in diesem Jahr fünf neue Einrichtungen mit: Der Turm der Sinne ließ seine Besucher die eigene Zeitwahrnehmung testen, der Hauptbahnhof empfing die auswärtigen Gäste der Blauen Nacht mit der „Zeitreise-karawane” von „Un Poco Loco”. Das Ballettförderzentrum Nürnberg präsentierte zu jeder vollen Stunde mit „Time to dance” eine 30minütige Tanzshow, welche die Besucher mitriss. Die Fachhochschule und der Kunstverein GAGA e.V. luden ein zur Ausstellungseröffnung von „Andere ZEITgenossen – Werke von psychiatrieerfahrenen Künstlern ein” Das BA*Hotel zeigte vor Beginn der eigentlich Blue-Night-Party die extra für diesen Anlass konzipierten, beeindruckenden 3D-Visuals.

Aber auch die Einrichtungen, die von Anfang an mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die Blaue Nacht zum mittlerweile bundesweit Aufsehen erregenden Ereignis wurde, stellten auch in diesem Jahr wieder ein interessantes Programm auf die Beine, das so manche Institution in einem ganz neuen, ungewohnten Licht erscheinen ließ. Das Bildung nicht dröge daher kommen muss, bewies das Bildungszentrum mit einer witzig-unangestrengten künstlerischen Bildungslichtinstallation, Brainfood und einer Lern-Bar. Das Germanische Nationalmuseum oder das Stadtmuseum Fembohaus zeigten erneut, dass sich Museen locker und spritzig präsentieren können. Vier Kirchen (St. Klara, St. Martha, St. Lorenz, St. Sebald) boten in der turbulenten Nacht Oasen der Stille und der Besinnung, manche mit Programm, manche einfach nur so...

Noch eine Premiere: In diesem Jahr wurden die Besitzer einer Blaue-Nacht-Eintrittskarte „an die Leine” gelegt. Beim ersten Betreten eines Hauses wurde ihnen ein Bändchen angelegt, dass Ihnen im weiteren Verlauf der Blauen Nacht den puren Genuss von Kunst und Kultur ermöglichte. 2007 wurde deutlich, dass man mit Blaue-Nacht-Eintrittskarte und -bändchen mehr von der Blauen Nacht hat! Diese Einsicht gewannen deutlich mehr Besucher und Besucherinnen als in den letzten Jahren.


Die Blaue Nacht 2007 im Einzelnen:

Illumination der Kaiserburg: Toni Burghart, Nürnberger Künstler und Kulturpreisträger in Zusammenarbeit mit der österreichischen Projektionsfirma Rezac. Thema der Projektion: „Der Klimawandel”. Die Projektion wurde gefördert von der Sparkasse Nürnberg.

Beteiligte Museen, Kultureinrichtungen und Orte:
Albrecht-Dürer-Haus, Albrecht-Dürer-Platz (Wolfgang Weber „Blaue Zone”), Altstadtfreunde/Naturhistorische Gesellschaft, Ballettförderzentrum, Bildungszentrum, DAI Amerika Haus, DB-Museum und Museum für Kommunikation, Egidienkirche, Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne mit Dunkelräumen, Fachhochschule für Sozialwesen und GAGA e.V., Germanisches Nationalmuseum, Hauptbahnhof, Haus der Geschichten, Historischer Kunstbunker, Hutmuseum, IHK, Kaiserburg, Katharinenruine, Kinder- und Jugendhaus Fünfeckturm, Krakauer Haus, Kreis-Galerie, Kunstbunker Bauhof, Kunsthalle, Kunstraum Sterngasse, Künstlerhaus-Kulturzentrum K4, Literaturhaus, Museum Industriekultur, Naturhistorisches Museum, Neues Museum in Nürnberg, Nürnberger Akademie, Rathaus Wolffscher Bau, Spielzeugmuseum, Staatstheater Nürnberg, Stadtbibliothek, Stadtmuseum Fembohaus, Stadtarchiv Nürnberg, St. Klara, St. Lorenz, St. Martha, St. Sebald, Tafelhalle, Theater der Puppen im Kali, Tratzenzwinger/Kreisjugendring, Treffpunkt Architektur, Turm der Sinne, Uhrenmuseum in der Nürnberger Akademie.

Kunstaktionen aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb:
Susanne Carl: „Pferdestärken” im Parkhaus Sterntor, Angela Hiß „Lorna” – eine Videoinstallation im Innenhof des alten Arbeitsamtes, Hean Jung Lee: „Po-Sang-Ma-Tscha” – ein koreanisches Küchenzelt auf dem Klarissenplatz; Anja Schoeller und Kerstin Polzin: „Loranza Lachattacka” – eine akustische Raumskulptur vor St. Lorenz; Reiner Bergmann: „Tempo Unisono” – eine Installation in Zusammenarbeit mit der Gruppe Luxus in der Katharinenruine; Kurt Laurenz Theinert und Axel Hanfreich: „hammerhaus” – eine audiovisuelle Lifeperformance im Saal des Heilig-Geist-Spitals; Lungergruppe (Nina Malotta, Michel Schmidt, Benjamin Zuber, Andrea Spreafico, Andrea Hofbeck, Francesca Gammicchia): „Lungern” – eine Passivperformance auf dem Sebalder Platz; Su jeong Shin: „Gute Nacht” – eine Schlafperformance im Historischen Rathaussaal des Alten Rathauses; Nadja Verena Marcin: „Sissi” – eine Videoinstallation im Listenhof; Katja Then: „Once upon a time” – eine Installation auf der Vestnertorbastei; Benjamin Zuber: „365” – eine Projektion von Benjamin Zuber an der Museumsbrücke.

Weitere Aktionen: Blinky-Verkauf der Nürnberger Versicherung; „Schöller Eiszeit” am Kornmarkt von Nestlé/Schöller;

„Mobile Zeit(en) – mit historischen Fahrzeugen durch die Blaue Nacht”:
Bus-Shuttle mit historischen Bussen rund um die Altstadt, Fahrten mit historischen Kutschen ab Hallplatz, Fahrten mit Neuwagen von BMW und Oldtimern ab dem Lorenzer Platz (nur mit Sonderticket).

Late-Night-Treffs: BA*Hotel, Deutsch-Amerikanisches-Institut, ErzählBühne/Haus der Geschichten, Kinder- und Jugendhaus Fünfeckturm, Künstlerhaus-Kulturzentrum K4, Museum Industriekultur, Staatstheater Nürnberg/Schauspiel- und Opernhaus, Tafelhalle.

Eintrittskarte: Vorverkauf 11/9 Euro; Tageskasse 13/10 Euro. Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahre. Mit der Eintrittskarte konnte man nicht nur mehr als 70 Programmbeiträge aus Kunst und Kultur in den beteiligten Einrichtungen, auf entsprechend gekennzeichneten Plätzen und Höfen erleben, man erhielt auch Ermäßigungen für Vorstellungen an diesem Abend in Schauspielhaus/Opernhaus, IMAX , Admiral-Kino, im COMOEDIA MUNDI Theaterzelt oder bei der BLUE-NIGHT-Party im BA*Hotel.

Darüber hinaus konnte man mit Blaue-Nacht-Eintrittskarte sowohl die Shuttle-Busse vom Hauptbahnhof/Straßenbahninsel zur Tafelhalle und zum Museum Industriekultur, als auch die Busse des Angebots: „Mobile Zeit(en) – Mit historischen Fahrzeugen durch die Blaue Nacht” zur Umrundung der Altstadt nutzen. Eine Fahrt mit einer Kutsche (ab Hallplatz) war auch mit der Karte möglich. Darüber hinaus bot sie auch die Möglichkeit der kostenlosen Reservierung eines Sondertickets für die Oldtimer und Neuwagen aus dem selben Angebot.

Die Blaue Nacht wurde unterstützt von den Hauptsponsoren Sparkasse Nürnberg, NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE, N-ERGIE AG und NESTLÉ SCHÖLLER GmbH.

N-ERGIE Deutsche Bank Nürnberger Versicherungsgruppe