Die Blaue Nacht ®

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Archiv 2008

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Umsetzung der Bildergalerie mit Hilfe des Skripts Swipebox von Brutaldesign.


Das war die Blaue Nacht 2008

31. Mai 2008
19 Uhr bis in den fr ühen Morgen

Eine wunderbare Blaue (Frühsommer-)Nacht in Nürnberg ...

Mehr als 130.000 gut gelaunte und blau-wütige Besucherinnen und Besucher – so die Schätzungen der Nürnberger Polizei – eroberten bei angenehm frühsommerlich warmem Wetter die Nürnberger Altstadt, die für eine Nacht (dem Thema dieser Nacht entsprechend) zur Insel der Kunst und Kultur geworden war.

Blau und viel Licht

Sie wurden von geheimnisvollem Blau umfangen und zahlreichen Lichtinstallationen beeindruckt: So ließ Wolfgang Weber auf dem Sebalder Platz seine „Lichtinselspiele” über die Nordfassade der Kirche wandern und brachte Ornamente, Spitzbögen und Wasserspeier der Kirchenfassade in ganz neuem Licht zur Geltung. Im Alltag oft übersehene Kostbarkeiten der Fassade wurden von den Lichtkegeln spielerisch und ungewöhnlich in Szene gesetzt.

An der Lorenzkirche beschenkte ATV Media die Blaue Nacht mit der Videoprojektion „Inselsuche”. Mit projizierten Wassereffekten, Blitzen und Taubensilhouetten wurde an Noahs dramatische Suche nach einer ersten Landmasse erinnert, als seine Arche über die Wassermassen der biblischen Sintflut trieb.

Hauptmarkt

Eine Premiere war in diesem Jahr die groß angelegte Inszenierung des Nürnberger Hauptmarktes. Die deutschen Projektionsspezialisten von Panirama umgaben die Zuschauer mit faszinierenden „Inselblicken”. Auf rund 150 Metern Bildbreite nahmen sie die auf dem Hauptmarkt gestrandeten „Insulaner“ mit auf eine Reise durch ganz verschiedenartige Meere. Die auf die Show abgestimmte Musik unterstrich die Magie dieser aufwändigen Lichtinszenierung.

Pegnitzinseln

Natürlich durfte beim diesjährigen Blaue-Nacht-Thema „Insel” die Bespielung der Pegnitzinseln nicht fehlen. Die Insel vor dem Heilig-Geist-Spital inszenierte die Firma Barthelmess Display & Decoration GmbH als blaue Insel der Kommunikation. Die Liebesinsel verwandelten MK Illumination und Sauernheimer Lichtgestalt in eine Paradiesinsel und bepflanzten sie mit hell leuchtenden LED-Bäumen.

Kaiserburg

Die Inszenierung der Kaiserburg ist mittlerweile ein fester Höhepunkt der Blauen Nacht. Mit Harri Schemm konnten die Organisatoren eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten Nürnbergs für die Gestaltung der Entwürfe gewinnen. Mit den witzigen, hintergründigen und farbenprächtigen Motiven der zusammen mit den Projektionsexperten Rezac erstellten Inszenierung „Inselwelten” brachte Harri Schemm die Blaue-Nacht-Besucher zum Staunen. Immer wieder flammte Szenenapplaus auf! Unterstützt wurde die Projektionsshow von der Nürnberger Versicherungsgruppe.

Kettensteg

Ein Geheimtipp der Blauen Nacht war sicher „strange – balance” am Kettensteg. Dort inszenierten Mareatanz und die Fung Lu Pai-Schule eine spannende Performance vor einer der schönsten Kulissen Nürnbergs. Mit Licht, Klang und der ungewöhnlichen Kombination von klassischen Tänzern und Kampfkünstlern wurden der Kettensteg und seine historische Architektur in Szene gesetzt.


Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb

Für den mittlerweile 5. international ausgeschriebenen Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb gingen 75 Bewerbungen ein, von denen für 2008 zwölf Projekte (Performances, Licht- und Videoinstallationen) ausgewählt wurden.

Auf jeweils ihre Weise zogen die Kunstprojekte die Besucher in ihren Bann: Ob akustisch und visuell bezaubernd wie die „Lichtinseln” betitelte Symphonie aus Licht und Musik auf der Vestnertorbastei, die Kurt Laurenz Theinert komponiert hatte. Von besonderer Poesie auch die Aktion „Ins Blaue” von phocus brand contact aus Nürnberg. Die mit blauen LED-Leuchten bestückten Flaschen schufen einen zarten Lichtteppich auf der Pegnitz. Oder auch die eher intellektuell spröde Videoinstallation „Isola No. 18-29” im Hof des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die das Inseldasein des Menschen, seine Isolation thematisierte. Sicher schwerere Kost als manches andere, aber nichtsdestoweniger eine gekonnte, ambitionierte künstlerische Auseinandersetzung mit dem diesjährigen Thema der Blauen Nacht.

Die mit Rollrasen ausgelegte „Rettungsinsel” von Ursula Pahnke-Felder in der Ehrenhalle wurde zum Publikumsmagnet: Viele nutzten die Gelegenheit, im Trubel der Blauen Nacht eine kurze Auszeit zu nehmen und – auf dem Rücken liegend – das Video „Walking my shadow” zu betrachten und den warmen, feuchten Duft des Grases zu schnuppern..

Neue Einrichtungen ...

Die Blaue Nacht übt einen großen Reiz auch auf Institutionen aus, die sich bislang noch nicht beteiligt haben: So wirkten in diesem Jahr acht neue Einrichtungen mit, die sich engagiert in die Blaue Nacht einbrachten. So animierte das Theater Pfütze große und kleine Besucher, in der Pfütze abzutauchen. Das Caritas-Pirckheimer-Haus lud zu Gesprächen über Gott und die Welt, das Mach1 wurde für eine Nacht zum Aquarium und zum Anziehungspunkt für alle, die schon immer mal eine Disko von innen sehen wollten. Die Akademie Galerie präsentierte Utopien aller Art und das Nicolaus-Copernicus-Planetarium nahm die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise „... von der Pirateninsel zur Sterneninsel“ mit. Das Henkerhaus bat „... Zum Tee auf des Henkers Kanapee”. Das Kolpinghaus wurde zur Insel für alle Kinder, die die Blaue Nacht ohne Eltern genießen wollten.

... und „alte” Einrichtungen

Darüber hinaus sorgten insgesamt 44 weitere Einrichtungen, die meisten schon seit Anbeginn der Blauen Nacht mit im Boot, für interessante, spannende, witzige Erlebnisse. Die Kreis-Galerie entführte die Besucher mit ihrer aktuellen Ausstellung ins „Reich der Sinne”, nach Japan, dem Insel-Reich im Pazifik. Kulinarische Genüsse (Blaue Sushi!), Kunst und japanischer Schwertkampf sorgten für einen ästhetischen Dreiklang. In der „Oase” der Nürnberger Akademie begleiteten die Tänzer der Westend Dance Company die Besucher auf eine Expedition zu verschiedenen Inseln. Franz Wuppinger und l’Orchestre Europa schafften die musikalisch beschwingte Stimmung im Kulturgarten des Künstlerhauses im KunstKulturQuartier, während ein Stockwerk höher, im Weißen Saal, der offizielle Künstler der Olympischen Spiele in China, Guan Yuliang aus Nürnbergs Partnerstadt Shenzhen seine in der Blauen Nacht und in den Tagen davor entstandenen Gemälde dem interessierten Publikum präsentierte. Sehr gelungen auch die architektonisch interessanten Interventionen in den öffentlichen Raum, wie sie im B(l)aumeisterhaus und durch die White_lounge an der Lorenzer Straße passierten.


„Mobile Zeit(en) – mit historischen Fahrzeugen durch die Blaue Nacht”

Im letzten Jahr war die Premiere überaus erfolgreich, deshalb gab es 2008 eine Neuauflage mit Variationen des Angebots „Mobile Zeit(en) – Mit historischen Fahrzeugen durch die Blaue Nacht”. Es sorgte bei den Fans (und nicht nur bei den Männern) für leuchtende Augen. Ein Knüller war natürlich die Präsentation des funkelnagelneuen BMW X6. Das Angebot, mit den historischen Bussen aus acht Jahrzehnten die Altstadt zu umrunden oder vom Hauptbahnhof die „Late-Night-Außenstandorte” Tafelhalle und Museum Industriekultur zu erreichen sowie die Fahrten in den Kutschen (ab Richard-Wagner-Platz) garantierten Fahrerlebnisse der besonderen Art. Für die Fahrten mit den Shuttle-Bussen und den Kutschen genügte eine Blaue-Nacht-Eintrittskarte. Diese bot auch die Möglichkeit der kostenlosen Reservierung eines Sondertickets für die Oldtimer und Neuwagen (u.a. der brandneue X6) aus dem selben Angebot. „Mobile Zeit(en) - Mit historischen Fahrzeugen durch die Blaue Nacht” wurde unterstützt von Nürnberger Autoversicherung und BMW.


Die Blaue Nacht 2008 im Einzelnen:

Beteiligte Museen, Kultureinrichtungen und Orte:

Akademie Galerie Nürnberg, Alumni- und Förderverein der Fakultät Architektur e.V./Lorenzer Straße, Albrecht-Dürer-Haus, Altstadtfreunde/Naturhistorische Gesellschaft, Ballettförderzentrum, Bildungszentrum, Caritas-Pirckheimer Haus. Deutsch-Amerikanisches Institut/Amerika Haus, DB-Museum und Museum für Kommunikation, Egidienkirche, Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne mit Dunkelräumen, ErzählBühne, Germanisches Nationalmuseum, Hauptbahnhof, Henkerhaus/Geschichte für Alle, Historischer Kunstbunker, Hof des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hutmuseum, Kaiserburg, Katharinenruine, Kinder- und Jugendhaus Fünfeckturm, Kolpinghaus, Krakauer Haus, Kreis-Galerie, Künstlerhaus-Kulturzentrum K4 im KunstKulturQuartier, Kunstbunker Bauhof, Kunsthalle im KunstKulturQuartier, Kunstverein/Albrecht-Dürer-Gesellschaft, Literaturhaus, Mach1, Museum Industriekultur, Naturhistorisches Museum, Neues Museum in Nürnberg, Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Nürnberger Akademie, Pellerhof, Rathaus Wolffscher Bau, Spielzeugmuseum, Staatstheater Nürnberg, Stadtbibliothek im Pellerhaus, Stadtmuseum Fembohaus, Stadtarchiv Nürnberg, St. Klara, St. Lorenz, St. Martha/Hochschule für Musik, St. Sebald und Sebalder Platz, Tafelhalle, Theater der Puppen im Kali, Theater Pfütze, Tratzenzwinger/Kreisjugendring, Treffpunkt Architektur, Turm der Sinne.

Die Projekte aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb:

Angelika Haak (Stuttgart): „Isola No. 8-29“ – eine Videoinstallation im Hof des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Katerina Kuznetcowa (Weißrussland, Münster) „Drei Sphären“ – Eine Installation im Schmuckhof; „lab binaer“ (Labor für Medienkunst,Augsburg) „Lüsterloh“ – Eine mechanische Installation im Pellerhof; Ursula Pahnke-Felder (Venlo, NL) „Rettungsinsel“ – Eine Rauminstallation in der Ehrenhalle des Alten Rathauses, Wolff’scher Bau; Regina Pemsl (Nürnberg) „Zum Leuchtturm“ – Eine Installation am Augustinerhof; phocus brand contact (Initiative für Kultur- und Kommunikationskonzepte, Nürnberg) „Ins Blaue“ – Ein Kommunikationsfluss, Johann-Sörgel-Steg; Marianne Schmidt (Russland, Karlsruhe) „ÜBER ICH BIN ES“ – Eine Lichtinszenierung in der Katharinenruine; Betty Stürmer (Berlin) „DJ Everybody“ – Eine Musikperformance im Hof des Alten Arbeitsamtes; Kurt Laurenz Theinert und Jogi Nestel (Stuttgart) „Lichtinseln“ – Eine audiovisuelle Unterhaltung auf der Vestnertorbastei; Wolfgang Weber (Nürnberg und Klaus Treuheit/Klangdesign, Erlangen) „Sei deine Insel“ – Eine Installation auf dem Klarissenplatz; Peter Wendl (Nürnberg, und Andrea Spreafico; Italien) „Laue Nacht“ – Eine Globalperformance im Innenhof des Alten Rathauses, Wolff’scher Bau; Marc Westermann (Essen) und Jörg Rost (Schwerte) „Inseln versenken“ – Eine Performance im Historischen Rathaussaal des Alten Rathauses, Wolff’scher Bau.

Late-Night-Treffs

Deutsch-Amerikanisches-Institut, ErzählBühne/Haus der Geschichten, Tafelhalle/Theatercafé, KunstKulturQuartier/ Disko KulturKellerei im Künstlerhaus, Mach1, Kinder- und Jugendhaus Fünfeckturm, Museum Industriekultur.

Aktionen der Sponsoren:

Blinky-Verkauf der Nürnberger Versicherung; „Nestlé-Schöller Inselwelt – Faszination Sand” von Nestlé/Schöller am Kornmarkt; die Lichtprojektion „Inselsuche – Dunkelheit und Wasser” von ATV Media an der Lorenzkirche; die illuminierten Pegnitzinseln: die Insel am Heilig-Geist-Spital „Kommunikation in blau. Auf einer Insel muss es nicht immer einsam sein …”/Gestaltung Barthelmess Display & Decoration GmbH, sowie die Liebesinsel/Gestaltung: MK Illumination, Salzburg, und Sauernheimer Lichtgestalt; „Das Blaue Herz der N-ERGIE”.


Eintrittskarte: Vorverkauf 11/9 Euro; Tageskasse 13/11 Euro. Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahre. Mit der Eintrittskarte konnte man nicht nur mehr als 200 Programmbeiträge aus Kunst und Kultur in den beteiligten 74 Einrichtungen, Höfen und auf Plätzen erleben, man erhielt auch Ermäßigungen für Vorstellungen an diesem Abend in Schauspielhaus/Opernhaus, IMAX und bei der Blue Night Party im Mach1.

Die Blaue Nacht dankt ihren Hauptsponsoren:
N-ERGIE Aktiengesellschaft, NESTLÉ SCHÖLLER GmbH und NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE.

N-ERGIE Deutsche Bank Nürnberger Versicherungsgruppe