Die Blaue Nacht ®

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Archiv 2012

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Das war die Blaue Nacht 2012

Nach den Eisheiligen, die ihrem Namen alle Ehre machten, bescherte der Wettergott der Blauen Nacht das ideale Frühsommerflanierwetter. Dieses und natürlich das attraktive, interessantes und fantasievolle Programm mit über 250 Angeboten an 71 Kunst-und Kulturorten ließen die 13. Lange Nacht der Kunst und Kultur aus dem Wettstreit mit dem an diesem Abend in München stattfinden Champions League Finale als Sieger hervor gehen.

120.000 Blaue-Nacht-Fans aus Nürnberg, der Region, aus München (!) und dem Ausland flanierten durch die in blaues Licht gehüllte Altstadt und erlebten in der Nacht der Nächte ein Programm, das in jeder Hinsicht dem Thema der Veranstaltung, "Meisterhaft!", gerecht wurde.

  • Gerd Bauer, der bekannte Nürnberger Cartoonist und Grafiker, ließ – mit Scharfsinn und Humor – "Meister Noris" und viele Anverwandte, denen man diesen Titel verleihen könnte, auf der Fassade der Kaiserburg erscheinen. Das Publikum – auf der Burgstraße und unterhalb des Ölbergs gab es kein Durchkommen mehr – folgte mit staunendem Blick dem Spiel der farbenprächtigen Bilder. In den Projektionsspezialisten Rezac aus Wien hat Gerd Bauer die kongenialen Partner für die diffizile und exakte Umsetzung seines Groß-Projekts gefunden. Entwürfe für diese Projektion zeigt bis zum 27. Mai 2012 eine Ausstellung im KunstKulturQuartier (Glasbau, 2. Stock, Königstraße 93, täglich außer montags, 10 bis 18 Uhr).
  • Auf dem Hauptmarkt wurde an den Fassaden von Neuem Rathaus und Frauenkirche die Geschichte des Rings am Schöne Brunnen mit beeindruckenden Effekten erzählt. Intensive Motive, Musik und Farben zogen die Zuschauer in ihren Bann. Die Vorstellung von Pani und Casamagica, zwei Firmen, die weltweit erfolgreich auftreten, war natürlich ein Fixpunkt der Blauen Nacht.

Von den 62 beteiligten Institutionen können an dieser Stelle leider nur wenige erwähnt werden:

  • Staatstheater Nürnberg, DB-Museum und Museum für Kommunikation haben sich 2012 um das Theater "O" vom "KulturDREIeck" zum "KulturVIEReck Lessingstraße" erweitert und auf der gesperrten Lessingstraße und in den angrenzenden Museums-und Theater Seite 2 von 3 räumen ein wahres Feuerwerk an spritzigen Ideen gezündet. Das Publikum erlebte Feuerzauber, Catwalk-Szenen "Die zehn größten Enttäuschungen", Maskenperformance und richtig gute Musik. Das Museumsgebäude wartet vom Keller bis zum Dach mit zahlreichen Kulturangeboten auf.
  • Bei den frühsommerlichen Temperaturen war der illuminierte, interaktive Brunnen von Jeppe Hein vor dem Neuen Museum ein richtiger Spaß für Groß und Klein. Im Museum konnte man sich gemeinsam mit dem großen "Meister" Albrecht Dürer fotografieren lassen oder sich der Auseinandersetzung zeitgenössischer Künstler mit dem Mythos AD stellen.
  • Das Ballettförderzentrum weitete seinen Aktionsradius aus. Tanz(t)akt I zeigte in der Zentrale in der Gleißbühlstraße die ganze Bandbreite des Angebots, mit Tanz(t)akt II ging man auf die Straße (der Menschrechte): Hiphop und Streetdance waren zu jeder vollen und halben Stunde angesagt. Ein wahrhaft meisterlicher Kraftakt.
  • Im KunstKulturQuartier steppte der Bär in nahezu allen Räumen des Hauses: Von singender Säge und Kunstprojekt über Papiertheater zur "Symphonie des Grauens"; Gruselgeschichten, Erzählungen über Meister-Schmiede und Musik aller Stilrichtungen inklusive.
  • Und da war auch ein besonderer Gast: Der Tiergarten feierte im Schmuckhof mit der von Tausenden von BesucherInnen bestaunten Projektion "aqua delphinidae" seinen 100. Geburtstag. Die Musik dazu stammte übrigens aus dem Hollywood-Studio des Oscarpreisgekrönten Hans Zimmer.

Und schließlich sind da noch die neun Projekte aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb zu nennen, die im Nürnberger "Jahr der Kunst", das ja auch das Jahr des 350. Gründungsjubiläums der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ist, ausschließlich von Studierenden der Institution präsentiert wurden. Man darf gespannt sein, welches dieser Projekte vom Publikum zum Gewinner des zum zweiten Mal ausgelobten Publikumspreises der N-ERGIE gewählt wird.

  • Vielleicht DON Juan Campos, der in einer feierlichen Prozession vom Ölberg zum "KulturVIEReck Lessingstraße" schritt bzw. fuhr und von Zeit zu Zeit weihe-und würdevolle Akte zelebrierte, um dann schließlich, im Museum für Kommunikation der Welturaufführung seines neuesten Filmes beizuwohnen.
  • Oder Barbara Engelhard, die, zusammen mit Freunden, live in der Blauen Nacht, an einer Häuserwand "Bilder im Kopf – Bilder im Raum" entstehen ließ. o Vielleicht auch Milena Walter, die mit "Gedankenkauf" ihre BesucherInnen aufforderte, drei Minuten lang an sie zu denken und dabei 5 EURO zu verdienen.
  • Es könnte aber auch der "K-pus-computer3.0" von Sabine Raab werden, der für jede ihm gestellte Frage die passende Antwort parat hielt.
  • Irgendwie verwunschen erschien die Vestnertor-oder Schwedenbastei, wo Hunderte der Stoffpunppen von SoYung Kim zwischen und an den Bäumen hingen. "Plauderer" hieß die Installation, mit der die Künstlerin an diesem ungewöhnlich stillen, fast besinnlichen Ort die BesucherInnen zur Kommunikation anregte.

Verdient hätten es alle Projekte, sie verdienten durchweg das Prädikat "Meisterhaft!".

Der Publikumspreis der N-ERGIE wurde am 14. Juni 2012 an das Gewinnerprojekt übergeben.

  • Zwei sehenswerte Kunstprojekte außerhalb des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs waren die Licht-und Klangprojektion ( "Reformation? Ein audiovisueller Spuk") von Kurt Laurenz Theinert, in der Katharinenruine und
  • Die Klanglandschaft ("sonus urbis perpetuus"), die der Nürnberger Kulturstipendiat Florian Tuercke aus den an diesem Tag rund um die Lorenzkirche gesammelten Tönen und Geräuschen komponierte und abends im Kirchenschiff ertönen ließ.

Wie erfolgreich und sinnvoll die neue Blaue-Nacht-Application hinsichtlich Handhabbarkeit, Vollständigkeit, Orientierung, etc. war, werden die nächsten Tage zeigen. In den Tagen vor der Blauen Nacht lagen die Beurteilungen der User bereits zwischen vier und fünf Sternen (die Höchststufe).

Das Projektbüro im Kulturreferat bedankt sich sehr herzlich bei allen Unterstützern der Blauen Nacht für ihr großes Engagement: den zahlreichen Programmverantwortlichen in den beteiligten Institutionen, den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb und natürlich allen Sponsoren. Ohne diese Beteiligten wäre die Blaue Nacht in dieser Form nicht realisierbar.

Die Blaue Nacht dankt ihren Hauptsponsoren: N-ERGIE Aktiengesellschaft, NESTLÉ SCHÖLLER GmbH und NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

N-ERGIE Deutsche Bank Nürnberger Versicherungsgruppe