Die Blaue Nacht ®

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Archiv 2014

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Umsetzung der Bildergalerie mit Hilfe des Skripts Swipebox von Brutaldesign.

Bildergalerie zum Kunstprojekt "amour propre" > (©Wolfgang Tragseiler)

Filme über die Blaue Nacht

In der Blauen Nacht am 3.Mai sind auch Filme und Dokumentationen entstanden. Wir werden in unregelmäßigen Abständen an dieser Stelle darauf hinweisen.


Das war die Blaue Nacht 2014

3. Mai 2014
19 bis 4 Uhr

Eine Bilanz der Blauen Nacht 2014: 130.000 Besucher und Kultur, die beeindruckt

Der April kriegte mit zwei Tagen Verspätung gerade noch so die Kurve und bescherte den Besucherinnen und Besuchern der 15. Blauen Nacht spätwinterliche Temperaturen. Dennoch hielt die kühle Witterung 130.000 Besucherinnen und Besucher nicht ab, in der Blauen Nacht auf Kultur- Entdeckungsreise zu gehen: Ein überborderndes Angebot lockte sie in Nürnbergs Altstadt.

Das Publikum war begeistert.

4444 Luftballons im "KulturDREIeck Lessingstraße" und ein hinreißendes Salsa-Konzert im Opernhaus (Altstadt Süd 1), Besucherzahlen wie noch nie in den beteiligten Häusern, geduldig wartende Gäste, wie z.B. vor dem AltenRathaus. Hier, in der Ehrenhalle, ließ Simone Brühl das willige Publikum arbeiten: Ordentlich durchgekaute Kaugummis wurden von ihren – mit Handschuhen bestückten – Händen sorgfältig einem "Globuswerk" hinzugefügt, das als weltumspannende DNA-Skulptur durch die Lande reist und weiter wachsen wird (Altstadt Nord 14). Oder in der Tiefgarage im Hof der Agentur für Arbeit, wo die Züge von Stanislaus Müller-Härlin durch die aktuelle Zeitgeschichte rollten (Altstadt Süd 3). Währenddessen erzählten "The old ladies" von Manuela Karin Knaut, die wegen Wind und Wetter am Samstagmorgen kurzerhand ins KunstKulturQuartier verlegt werden mussten, Geschichten aus vergangenen Jahrzehnten (Altstadt Süd 2/neu Ost 25).

Und das sind nur einige wenige Highlights aus dem attraktiven, vielfältigen und phantasievollen Programm mit über 250 Angeboten an 71 Kunst- und Kulturorten, das in der 15. Langen Nacht der Kunst und Kultur zu bewältigen war.

Mit "Sehnsucht" (Gedenktage rund um Michelangelo, Leonardo da Vinci, Christoph Willibald Gluck, Alexander von Humboldt, aber auch der 25. Jahrestag des Mauerfalls dienten als Quelle der Inspiration) war ein Thema gefunden, das allen Beteiligten – den Institutionen wie den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb – offensichtlich beste Anregungen bot.

130.000 Blaue-Nacht-Fans aus Nürnberg, der Region, aber (wie uns der Ticketvorverkauf zeigte) auch aus ganz Deutschland, Österreich, den Niederlanden und sogar aus den USA und München (!) flanierten durch die, in blaues Licht gehüllte, Altstadt und erlebten ein Programm, das kaum einen Wunsch offen ließ.

  • Wie immer ein Höhepunkt der Veranstaltung: die Projektion an die Fassade der Kaiserburg. Anna Bittersohl, eine Absolventin der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, schickte in ihrer poetisch- ästhetischen Bilderfolge, "Die Träume des Mr. Who", ihren Protagonisten auf die Suche nach (s)einem richtigen Bild (Altstadt Nord 1). Das Publikum zeigte sich fasziniert.
    Die Entwürfe für diese Projektion sind – auch nach der Blauen Nacht – in einer Ausstellung im KunstKulturQuartier zu sehen (bis zum 25. Mai 2014, Glasbau, 1. Stock, Königstraße 93, täglich außer montags, 10 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr).
  • Auf dem Hauptmarkt wurden, wenn auch nur für eine Nacht, so manche (Nürnberger) Träume wahr: Studierende der TU München ließen mit Bäumen der besonderen Art einen Wald oder vielmehr eine "Waldplastik" entstehen. Die Ästhetik erinnerte nicht von ungefähr an die Marktstände, die – 80 an der Zahl – ansonsten den Platz füllen und ihr Angebot in den bekannten Plastiktüten an die Käufer ausgeben.

Von den 58 beteiligten Institutionen, die mehrgängige Kulturmenüs anboten, können an dieser Stelle leider nur wenige erwähnt werden:

  • Staatstheater Nürnberg, Museum für Kommunikation und DBMuseum haben die in den letzten Jahren erprobte und erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt und inhaltlich sogar noch ausgebaut. Und so wurde 2014 das "KulturDREIeck Lessingstraße" zum vierten Mal zu einem Highlight der Blauen Nacht: Freunde des Figurentheaters kamen bei der Premiere von Goethes "Zauberlehrling" in der Fassung des Theaters Salz&Pfeffer voll auf ihre Kosten. Der bayerische Balkansound von Django 3000 und heiße Sambarhythmen von Confusao sorgten für Hitzewallungen, als zu später Stunde niedrigere Temperaturen so manchen zittern ließen. Und wem nach all dem ein bisschen nach Entspannung war, der konnte sich in der Entschleunigungszone des Museums für Kommunikation massieren lassen.
  • Die Hochschule für Musik ließ Christoph Willibald Gluck zu seinem 300. Geburtstag hoch leben: Im Internationalen Haus zeugten Szenen und Arien von "Sehnsucht in Freud und Leid, Gluck und Ungluck" ... Ein Leckerbissen für die Freundinnen und Freunde der Werke des Komponisten.
  • Die dritte in der Blauen Nacht aktive Hochschulgruppe war in der Katharinenruine zugange (Altstadt Ost 13): Studierende der Fakultät Media-Engineering der TH Nürnberg boten mit ihrer spielerischinteraktiven Projektion an die Wände der Ruine eine überraschende Interpretation der Sehnsüchte des Publikums an.
  • Ausstellungen am blauen Band – die Blaue Nacht war für manchen auch Anlass, laufende Präsentationen zu besuchen: "Die fabelhafte Welt" der amerikanischen Fotokünstlerin Laurie Simmons im Neuen Museum (Altstadt Süd 13), "Das große Reinemachen" als kurzweilige Gruppenschau, die Putzteufel durch das Künstlerhaus schickte und bei Schwarzlichtführungen Wollmäuse entdecken ließ (Altstadt Ost 3), Manfred Hürlimanns Paraphrasen auf Albrecht Dürer in dessen Wohnhaus (Altstadt Nord 7) oder die Malerei von Johannes Kahrs in der Kunsthalle (Altstadt Ost 2), ließen sich wunderbar zu einem Parcours vereinen.

Der alljährlich stattfindende Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb verleiht der Blauen Nacht als spektakuläres Kunst-Ereignis zusehends an Profilschärfe. Schon allein die dreizehn Positionen, die eine Jury aus den 186 internationalen und nationalen Einsendungen zum Thema "Sehnsucht" ausgewählt hatte, konnten einen eine ganze Nacht beschäftigen. Hintersinniger Humor, Witz, Poesie, in jedem Fall Überraschendes war geboten und zog das Publikum in seinen Bann.

Auch hier können leider nur wenige genannt werden:

  • Petra Krischke, Noch-Studentin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, war – und das ist eine Premiere – gleich mit zwei Projekten vertreten: Eine giftgrün schillernde und wogende "Sommerplanetenkunstwiese" (Altstadt Nord 4) ließ die eigentlich finstere Vestnertorbastei geheimnisvoll leuchten. Der "Windpark" im Historischen Saal des Alten Rathauses (Altstadt Nord 16) zeugte von der uralten Sehnsucht nach einem "perpetuum mobile", einer Apparatur, die sich mit selberzeugter Energie am Laufen hält.
  • Im Germanischen Nationalmuseum waren gleich zwei Projekte verortet: Nicole Bardohl und Co waren die Akteure von "SLOTMACHINES" (Altstadt Süd 7). Für je einen Euro, der in diese Slotmachines eingeworfen wurde, stieg eine der fünf Figuren von ihrem Podest im Manieristensaal und erzählten kurze Geschichten. Das Publikum war großzügig, somit wurde die Performance für die Künstlerinnen eine kräftezehrende Angelegenheit. In der Kartäuserkirche forderte "Fade", ein digitales Gemälde von Jakob Kupfer, zu geduldiger, aufmerksamer und doch irgendwie meditativer Betrachtung des steten Farbenwandels auf (Altstadt Süd 8).
  • Verkehrte Welt: Barbara Engelhard, die bereits zum dritten Mal die Jury des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs mit einem Konzept überzeugt hat, verlängerte mit "Out Side In" den öffentlichen Raum in den Kunstverein Kohlenhof hinein und erklärte die Galerie in der Grasersgasse zum Grasersplatz. Es traten auf: ein Straßenmusikant, ein Verkäufer des Obdachlosenmagazins Straßenkreuzer, ein rezitierender Literat. Was halt alles zum öffentlichen Leben so dazugehört ... (Altstadt Süd 12).

Auch in diesem Jahr wird ein Projekt von den Besucherinnen und Besuchern zum Gewinner des Publikumspreises der N-ERGIE gekürt. Man darf gespannt sein, welches der dreizehn Projekte das Publikum überzeugt hat.

Der Publikumspreis der N-ERGIE wird am 6. Juni 2014, 11 Uhr an das Gewinnerprojekt übergeben.

Unser herzlicher Dank gilt ... allen Unterstützern der Blauen Nacht für ihr großes Engagement: den zahlreichen Programmverantwortlichen in den beteiligten Institutionen, den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb, der Wettbewerbsjury und natürlich allen Sponsoren. Ohne diese Unterstützung wäre die Blaue Nacht in dieser Form nicht realisierbar.

Vorschau:

  • Die Blaue Nacht 2015 ist am Samstag, 2. Mai.
  • Das neue Thema der nächsten Blauen Nacht wird bis Ende Juli bekannt gegeben (www.blauenacht.nuernberg.de).
  • Die Ausschreibung des Blaue-Nacht-Kunstwettbewerbs 2015 ist ebenfalls ab Ende Juli auf www.blauenacht.nuernberg.de eingestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie im Kulturreferat von

Christel Paßmann
Telefon 0911/231 68 54
E-Mail: christel.passmann@stadt.nuernberg.de

und

Andreas Radlmaier
Tel.: 0911/ 2 31 23 38
E-Mail: andreas.radlmaier@stadt.nuernberg.de

Die Blaue Nacht dankt ihren Hauptsponsoren: N-ERGIE Aktiengesellschaft, NESTLÉ SCHÖLLER GmbH und NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

N-ERGIE Deutsche Bank Nürnberger Versicherungsgruppe