Die Blaue Nacht ®

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Umsetzung der Bildergalerie mit Hilfe des Skripts Swipebox von Brutaldesign.
Die komplette Burgprojektion als Video


Die Blaue Nacht  als laue Nacht: 130.000 Besucher erlebten bei Traumwetter die „Wahrheit(en)“ der Kunst

7. Mai 2016
Die Altstadt erstrahlte blau wie immer, die Nacht war lau wie selten in den bislang 17 Jahren der Blauen Nacht: Bei idealen Temperaturen genossen mindestens 130.000 Menschen eine kunstvoll verwandelte Nürnberger Innenstadt und die ausladenden Angebote dieser bundesweit einmaligen Kunst- und Kulturnacht. Das hoch aktuelle Jahresmotto „Wahrheit(en“) wurde von den beteiligten Künstlern und Kultureinrichtungen (über 70 beteiligten sich 2016) inspiriert aufgegriffen. Und vom Publikum angeregt diskutiert. Auch im elektronischen Netz. Der Hashtag zur Blauen Nacht lag auf Platz 3, knapp hinter „Deutschland sucht der Superstar“.

Das weite Feld der Wahrheit umfasst die Lüge, die Illusion, die Sehnsucht nach Vertrauen und Verlässlichkeit. So marschierten Pinocchios als Prozession durch die Straßen, ragten von Brückengeländern demontierte Liebesschlösser wie ein versunkener Nibelungen-Schatz aus der Pegnitz,  tropften verführerisch glänzende Eisblöcke vom Nordkap als „schmelzende Wahrheit“ dem achselzuckend hingenommenen Klimawandel entgegen. In der Egidienkirche konnten die Besucher ihre Köpfe der Behauptung „It is true“ entgegenrecken, die oben am Firmament leuchtete. Im Festsaal des KunstKulturQuartiers verblüffte derweil in einer Leuchtband-Installation mit vorbei flitzenden Nachrichten die Information. „Besucherrekord bei der Blauen Nacht: über 210.000 Besucher, 30.000 davon kommen aus dem Ausland.“  Wunsch und Wahrheit kommen manchmal durcheinander.

In aufgeräumter Stimmung stellt sich ein „schichten- und altersübergreifendes Publikum“, so Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly, den Kommentaren der Gegenwarts-Kunst. Der international ausstrahlende Kunstwettbewerb um den Publikumspreis der N-Ergie dient dabei als roter Faden durch ein weit aufgerissenes Spektrum aus über 300 Programmpunkten mit Lichtkunst, Installationen, Performances, Theater und Musik.

Diese Beispiele einer blühenden Kulturlandschaft ergänzten auch heuer wieder das laufende Angebot in den Häusern. Hier konnte man Albrecht Dürer, Oliver Boberg und Gerhard Richter erleben. Das Staatstheater widmete erneut der Blauen Nacht den ganzen Abend in allen Häusern und lockte Tausende Fans von Poetry Slam und Thriller-Soundtracks ins Schauspiel- wie ins Opernhaus. Auch das Germanische Nationalmuseum verzeichnete fast 8.200 Gäste.

Publikumsmagneten waren wie jedes Jahr die (eintrittfreien) Außenprojekte auf dem Hauptmarkt und oben an der Kaiserburg. Auf dem zentralen Platz der Stadt türmte das Berliner Künstlerkollektiv Balestra effektvoll mit Licht gefüllte Wassertanks zur interaktiven Illusionsskulptur. Um die kindliche Phantasie als „Wahnheit“  drehte sich die diesjährige Burg-Projektion. Das Künstler-Paar Katarzyna und Olaf Prusik-Lutz ließ Bauklötze purzeln, Rapunzelhaare wuchern und Farbwellen an die Sandsteinmauer anbranden. Immer wieder einsetzender Szenenbeifall unterstrich, dass das Duo mit ihren Ideen diesem „Hotspot“ der Blauen Nacht einen starken Jahrgang bescherte. Die Arbeit zählte auch zu den Favoriten von Kulturreferentin Julia Lehner.

Bis weit nach Mitternacht flanierte das Publikum auffallend gelassen und gut gelaunt durch die Straßen, Plätze und Häuser. Die Polizei meldete keine besonderen Vorkommnisse.

Das veranstaltende Kulturprojektbüro sieht sich darin bestätigt, dass der Wunsch des Publikums, fröhlich mit der Kunst zu feiern, den Charakter der Gesamtveranstaltung prägt. Die Blaue Nacht erweitert dabei kontinuierlich ihre Strahlkraft. Ticketkäufer kamen dieses Jahr aus ganz Deutschland und besonders aus Österreich. Das Kulturreferat dankte allen Förderern wie der Nürnberger Versicherungsgruppe, Nestlé-Schöller, der N-Ergie, Leoni, den Nürnberger Nachrichten und der Stadtreklame für die Unterstützung.

Die Blaue Nacht 2017 findet am 6. Mai 2017 statt.

Weitere Informationen erhalten Sie im Projektbüro im Kulturreferat bei:
Frau Christel Paßmann (0172 / 9076 200) und Herrn Andreas Radlmaier (0170 / 55 23 768).

N-ERGIE Deutsche Bank Nürnberger Versicherungsgruppe