Die Blaue Nacht ®

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DIE BLAUE NACHT  – das Thema 2018: HorizonteEnglish version

Schon seit der vierten Blauen Nacht, also im Jahre 3 nach den Stadtjubiläumsfeierlichkeiten des Jahres 2000, gibt es ein Blaue-Nacht-Thema. So auch für die kommende Blaue Nacht. „Horizonte“ ist das Thema, von dem wir hoffen, dass es als heftig sprudelnde Inspirationsquelle für die Programme der an der Blauen Nacht beteiligten Institutionen und Künstler*innen dienen wird.
 
Gerade in der Bewerbungsphase Nürnberg um den Titel der Kulturhauptstadt geht es dem Kulturreferat natürlich darum, eigene Horizonte abzufragen und zu definieren. Blicken wir weit genug über den Tellerrand, haben unsere Kunst- und Kulturangebote einen europäischen Horizont? Umgekehrt: Welche Horizonte prägen aktuell den Diskurs der Europäer untereinander? Und welche Rolle spielt dabei eine Stadt wie Nürnberg? Welche Auswirkun-gen haben die Kulturprägungen Nürnberger Neubürger und Immigranten auf unser Selbstverständnis? Wohin verschieben sich unsere Kulturhorizonte?
 
In der Mathematik ist der Horizont der „Gesichtskreis, der die Himmelssphäre in zwei Hälften teilt. In der Nautik ist der Horizont die Grenzlinie zwischen Wasser (oder Erde) und Himmel (Kimmlinie). Laut Duden steht der Begriff Horizont auch für Auffassungsgabe, Bildungsgrad, Bildungsniveau, Blickfeld, Gesichtskreis, Kenntnis, Niveau oder Wissen.
In der Kunst – und DIE BLAUE NACHT ist ja schließlich eine Lange Nacht der Kunst und Kultur – gilt der Begriff „Horizont“ als Synonym für Sehnsüchte oder Utopien, für Grenzen und deren Überschreitung.
 
 „Zu neuen Horizonten“ brechen die auf, denen was auch immer reicht, die etwas Neues beginnen und erfahren, die eigenen oder andere Grenzen durchbrechen, überschreiten wollen oder auch müssen. „Seinen Horizont zu erweitern“ hat noch niemandem geschadet und ist in diesen Zeiten des permanenten Wandels der neuen Herausforderungen notwendig, auch wenn es manchem Furcht  einflößen mag. Giuseppe Tomasi, Fürst von Lampedusa lässt in seinem berühmten Roman, „Der Leopard“, der von sich verändernden Zeiten handelt, Tancredi zu Fürst Salina sagen: „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig (oder: müssen wir zulassen), dass sich alles verändert.“
 
Udo Lindenberg hat für alle, die da zagen und zaudern, die ebenfalls berühmten wie tröstlichen Worte parat: „Hinterm Horizont geht’s weiter …“ Wie wahr, beruhigend und ermunternd.
 
Ach ja, keine Sorge: Das geheimnisvolle Blau der Laternen und Scheinwerfer, das sich wie ein Band durch die Nürnberger Altstadt zieht sowie das Lichter- und Farbenmeer, in das die Nürnberger Altstadt für eine Nacht getaucht wird, bleiben natürlich das besondere und magische Merkmal der Blauen Nacht.
 
"Glück und Unglück berühren einander,
wie der Himmel das Wasser am Horizont."

Elfriede Hablè
 
"Der Frosch, der im Brunnen lebt,
beurteilt das Ausmaß des Himmels
nach dem Brunnenrand."

Orientalische Weisheit