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Museum Tucherschloss
Schlosshof und Renaissancegarten

Hirschelgasse 9-11

Das Tucherschloss wurde 1533-44 von der Patzrizierfamilie Tucher am Treibberg im nordöstlichen Teil der Altstadt als Sommersitz auf einem Gartengrundstück mit Wirtschaftsgebäuden errichtet. Es ist ein zum Garten repräsentativ gestaltetes, dreigeschossiges Sandsteingebäude. Die unterschiedliche Stilformen sollten auf Weltläufigkeit der Tuchers hinweisen. So findet man Stilelemente aus der Spätgotik, italienischen Renaissance und der französischen Schlossarchitektur. Große Teile der Gebäude fielen einem Luftangriff am 2.Januar 1945 im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Vom Hauptbau blieben lediglich die westliche Hoffassade bis zum zweiten Obergeschoss mit großen Teilen des Treppenturms, die Straßenfassade mit dem Sandsteinchörlein sowie die Erdgeschossgewölbe weitgehend erhalten. Dagegen waren die Nebengebäude fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte 1967-69 in reduzierter Form. Seit 1998 ist das Tucherschloss ein Museum, gehört aber immer noch zum Besitz eines Nürnberger Zweiges der Freiherrlichen Familie Tucher von Simmelsdorf. Das Museum gibt am Beispiel der Familie Tucher einen Einblick in die patrizische Vergangenheit Nürnbergs.

Die Gartenanlage

Der Garten in Hanglage, den die Familie Tucher zur Entstehungs-zeit des Schlosses zwischen 1533 und 1544 anlegte, wird sowohl Nutz- wie Ziergarten gewesen sein. Bei der Neugestaltung der Gartenanlagen ging es zum einen darum, zwischen dem Tucherschloss und dem (wieder neu errichtetem) Hirsvogelsaal eine sinnvolle und harmonische Verbindung zu schaffen und zum anderen Merkmale eines historischen Renaissance-Gartens mit zeitgenössischer Gartenkultur zu vereinen. Großzügige Treppen und Ter-rassen bestimmen das Bild und die Struktur der Anlage mit Laubengängen, geschnittenen Hecken und klarer Wegführung. So entstand für Stadtbewohner und Touristen eine „grüne Oase“ im Universitätsviertel Nürnbergs. Die Gartengestaltung wurde 2004 mit dem Architekturpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet.

Im Garten steht ein neues Gebäude. Es enthält die aufwendig restaurierte und rekonstruierte Innenausstattung des kriegszerstörten Hirsvogelsaals, der früher in der Nähe stand (Hirschelgasse 21): Ein Festsaal der Renaissancezeit geschaffen vom Nürnberger Bildhauer Peter Flötner mit Deckengemälden von Georg Pencz. Er gilt als eine der schönsten Schöpfungen der deutschen Frühre-naissance und wurde im Jahr 2000 in einem eigens dafür geschaf-fenen Gebäude wieder neu eröffnet.

 
Stromversorgung: mehrere Schuko-Anschlüsse
Zugang in der Blauen Nacht: über Eingang Museum, Hirschelgasse 9-11
Eigentümer: Stadt Nürnberg

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Foto: Jens Liebenberg

Grundriss Hirsvogelsaal als PDF herunterladen

Grundriss des Gartens als PDF herunterladen