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St. Egidien

Egidienplatz 37

Die evangelisch-lutherische Kirche am Egidienplatz in der Sebalder Altstadt ist der einzige barocke Kirchenbau Nürnbergs. Die ursprüngliche, mittelalterliche Kirche, die an diesem Ort stand, war eine zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichtete Klosterkirche, die auf das Schottenkloster St. Egidien in Regensburg zurückging. 1696 zerstörte ein Brand das Kloster und den seit der Reformation als Predigtkirche dienenden Kirchenbau fast vollständig. Erhalten aus der Zeit vor dem Brand sind die Euchariuskapelle aus dem 12., die Tetzelkapelle aus dem 14. und die Wolfgangskapelle aus dem 15. Jahrhundert.

1711 bis 1718 wurde auf den Überresten eine barocke Sandsteinkirche mit klassizistisch-korinthischer Ausstattung errichtet. Im Zweiten Weltkrieg brannte diese beim großen Fliegerangriff am 2. Januar 1945 fast vollständig aus.

Nach dem Krieg wurde der Wiederaufbau ab 1946 energisch betrieben. Das alte Stuckdekor an den Wänden wurde erhalten, das frühere Spitzenstuckgewölbe des Mittelschiffs mit seinem Mittel-fresko war für immer verloren und wurde durch ein neues Stich-kappengewölbe mit darüber liegendem zweiten Gewölbe, das sich indirekt beleuchten lässt, ersetzt.

Am 8. März 1959 wurde die Kirche wieder ihrer Bestimmung übergeben. Die neue Einrichtung wurde nicht historisierend gestaltet; der Altar rückte vom Ende des Chores in die Vierung. So ist die Erscheinungsform heute im Inneren für eine Barockkirche erstaunlich schlicht und luftig. Sie lädt zum Verweilen oder als Raum zur künstlerischen Gestaltung ein. St. Egidien zeichnete sich dadurch in den letzten Jahren immer wieder als „Kunstkirche“ mit verschie-denen Installationen und Konzerten aus.

Höhe: maximal 16 Meter
Stromversorgung: mehrere Schuko-Anschlüsse
Zugang in der Blauen Nacht: über Egidienplatz 37
Eigentümer: Ev.-Luth. Kirchengemeinde von St. Egidien

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