Die Blaue Nacht ®

Zurück

Archiv

Menü Navigation

Archiv 2019

Klicken Sie auf ein Bild um eine vergrößerte Darstellung zu öffnen.


Umsetzung der Bildergalerie mit Hilfe des Skripts Swipebox von Brutaldesign.


Die Burg-Projektion "Himmlische Reise" von Eun Hui und Chang Min Lee in voller Länge auf YouTube ansehen >

Die Video-Projektion KONTRA von URBANSCREEN in voller Länge auf YouTube ansehen >

Die Videoinstallation "Höllenfahrt" von Gunhild Kreuzer auf YouTube ansehen >


Bilanzmeldung

100.000 trotzen arktischen Temperaturen bei der 20. Blauen Nacht – Publikumspreis der N-ERGIE für „Kami – Mediengötter“

Ein arktischer Temperatursturz dämpfte erwartungsgemäß ein wenig die Jubiläumsausgabe der Blauen Nacht, die zum 20, Mal Nürnbergs Altstadt in ein Kunst- und Kulturquartier verwandelte. Bei einstelligen Graden ließen sich dennoch 100.000 Besucher*innen auf das Jahresmotto „Himmel und Hölle“ ein. „Man muss unserem witterungsbeständigen Publikum wieder mal ein großes Kompliment machen“, resümierte Andreas Radlmaier vom Projektbüro im Kulturreferat. Bis vor Mitternacht bildeten sich Trauben vor verschiedenen Hot Spots. Dieses Jahr waren freilich weniger Flaneure zu den Publikumsmagneten wie etwa dem Hauptmarkt und der Kaiserburg unterwegs, dafür waren die beteiligten Häuser sehr gut gefüllt. Auch kurz vor Mitternacht ließen sich die Menschen auf das vielfältige XXL-Programm ein, das in Ergänzung zum Jahresmotto „Himmel und Hölle“ auch mit „Hülle und Fülle“ überschrieben werden konnte: Eine Kulturstadt schöpft aus dem Vollen.

Lichtkunst, Projektionen und Performance gehören seit langem zu den prägenden Merkmalen dieser Nacht, die Nürnberg förmlich bewegt und verwandelt. Es finden sich alle Farben des Spektrums. Das Opernhaus ist ebenso Spielort wie eine historische Straßenbahn, Felsengänge, ein Parkhaus und die Fassade des Schauspielhauses als Kulisse für Vertikaltanz. Zum Angebot der Blauen Nacht, die über 300 Programmpunkte zu etwa 1.500 Stunden Gesamtangebot wachsen lässt, zählt aber auch der Internationale Kunstwettbewerb, der schon am Vorabend bei einer gelungenen Preview einem neugierigen Publikum mit etwas documenta-Appeal präsentiert wurde. Den mit 5.000Euro dotierten Publikumspreis der N-ERGIE erhielt 2019 das Dresdner-Berliner Duo Sven Sauer und Bony Stoev für ihre Foto-Installation „Kami – Mediengötter“. Sven Sauer, der mehrfache Emmy-Gewinner (als visual-effect-Spezialist für „Game of Thrones“, war fasziniert von den aufgeschlossen Zuschauern in Nürnberg: „Das habe ich bislang als Künstler so noch nicht erlebt.“

Auch MaJo Ussat vom international operierenden Künstler-Kollektiv Urbanscreen aus Bremen, das auf die Fassade des neuen Rathauses am Hauptmarkt die eigens konzipierte Videoprojektion „Kontra“ präsentierte, war beeindruckt vom Zuspruch und der Strahlkraft der Blauen Nacht: „Es gibt wenig Städte, die mit Kunst und Kultur so viele Menschen auf die Beine bringen. Ein sehr schönes Fest.“

Eine „lässige Atmosphäre“ konstatierte Nürnbergs Kulturreferentin Prof. Julia Lehner. Die Projektleiterin der Blauen Nacht, Christel Paßmann registrierte auffallend viel junges Publikum bei den verschiedensten Kunststationen. Erfreulich ist für die Veranstalter und die verschiedensten Partner der beteiligten Häuser vom Staatstheater bis zum Musikclub immer wieder „die sichtbare Lust, sich staunend auf das sinnliche Abenteuer Kunst und Kultur einzulassen“ (Andreas Radlmaier). Das war bei einer Kopfhörer-Disco unter freiem Himmel ebenso zu spüren wie einem schottischen Ceilidh-Tanzabend.

Friedlich war die 20. Ausgabe der Langen Nacht der Kunst und Kultur obendrein. Die Polizei konnte „keine besonderen Vorkommnisse“ melden.

Die 21. Blaue Nacht findet am 24. und 25. April 2020 statt.

Die Blaue Nacht dankt ihren Hauptförderern: der NÜRNBERGER Versicherung, der N-ERGIE und der Deutschen Bank.
 
Weitere Informationen zur diesjährigen Blauen Nacht erhalten Sie im Projektbüro des Kulturreferats bei:
Christel Paßmann (Tel. 0911 / 231 68 54); mobil 0172 / 907 62 00; christel.passmann@stadt.nuernberg.de) oder
Andreas Radlmaier (Tel. 0911/231 23 38; mobil 0170/ 55 23 768; andreas.radlmaier@stadt.nuernberg.de).