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Das Artist-in-Residence-Projekt geht in die zweite Runde   English version

Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Artist-in-Residence-Projekts 2018/19 schreibt die Firma Hüttinger erneut ein Werkstipendium für Studierende der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg aus.

Der Kunststudent Matthias Deeg wird von nun an ein halbes Jahr in der Werkstatt von Hüttinger sein Kunstwerk weiterentwickeln und realisieren.

Das Konzept des 27-jährigen Matthias Deeg mit dem Arbeitstitel „Sniffer“ konnte die Jury überzeugen und sich gegen die anderen drei Mitbewerber durchsetzen. Deeg studiert seit 2015 Freie Malerei und Kunsterziehung bei Michael Munding an der Akademie der Bildenden Künste. In seiner Arbeit befasst er sich mit elektromagnetischen Wellen. Ausgehend von seiner Konzeptskizze wird er ab sofort in der Werkstatt der Firma Hüttinger seine Idee weiter ausarbeiten und mit freiem Zugang zu Material, Fertigungsmöglichkeiten und mit Hilfe des technischen Know-Hows der Mitarbeiter einen Prototypen fertigen. Das Kunstwerk wird auch diesmal zum ersten Mal auf der Blauen Nacht am 2. Mail 2020 der Öffentlichkeit präsentiert und kann von den tausenden Besuchern bestaunt werden.
 
Die Jury, bestehend aus Herrn Professor Holger Felten, Präsident der Akademie, Andreas Radlmaier, Leiter des Projektbüros des Kulturreferats der Stadt Nürnberg, Frau Christel Passmann, Projektleiterin der Blauen Nacht sowie Axel Hüttinger, einer der beiden Geschäftsführer der Firma Hüttinger, evaluierte intensiv die eingereichten Entwürfe hinsichtlich der Idee, Kreativität und Realisierbarkeit und nahmen sie fachmännisch unter die Lupe. Dabei bargen alle Skizzen ein hohes Potential und beeindruckten die Jury vor allem durch ihre verschiedenen Facetten und den Ideenreichtum, was die Entscheidungsfindung nicht leicht machte.
 
Bei dem ersten Artist-in-Residence-Projekt wurde die Kunststudentin Yanran Cao mit ihrem Spiegelwürfelkonzept von der Jury ausgewählt. Innerhalb eines halben Jahres überarbeitete und fertigte die gebürtige Chinesin mit Unterstützung der Firma Hüttinger ihren Entwurf zu einem Kunstwerk. Auf der Blauen Nacht am 4. Mai diesen Jahres begeisterte Cao die Besucher mit ihrer multimedialen Installation the moonlight is beautiful tonight und entführte die Betrachter in eine  Welt aus Bildern, Lichtreflexionen und magisch-mechanischer Kinetik.
 
Da die Firma eigentlich als Konzeptionist, Designer und Hersteller von interaktiven Ausstellungen und Hands-on-Exponaten für Science Center, Museen und Wissenschaftszentren international bekannt ist, steckt hinter diesem Vorhaben der Leitgedanke Kunst und Wissenschaft miteinander zu verbinden und sie miteinander interagieren zu lassen. Durch diese Integration von Naturwissenschaften und Kunst soll die These aufgegriffen werden, dass Naturwissenschaft auch eine ästhetische und Kunst auch eine kognitive Dimension besitzt.
 
Nachdem die Firma Hüttinger in den vergangenen Jahren immer wieder Projekte mit namhaften Künstlern wie André Heller, Jennifer Townley oder auch dem Amerikaner Anthony Howe verwirklicht hat, gibt sie nun auch jungen, aufstrebenden Künstlern die Chance ihr künstlerisches Potential auszuschöpfen und ihre Werke mit Unterstützung deutscher Ingenieurskunst zu realisieren.
 
Unter Artist-in-Residence versteht man ein Programm, das Künstlern unterschiedlicher Fachrichtungen, wie Schauspielern, Musikern, Bildenden Künstlern oder auch Schriftstellern die Möglichkeit gibt, ohne unmittelbaren Einsatz eigener finanzieller Mittel ihre kreativen Tätigkeiten auszuüben. Die Residence-Ausschreibung der Firma Hüttinger richtete sich explizit an alle aktuell Studierenden der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, mit dem Ziel den Stipendiaten bei seinem künstlerischen Werdegang zu unterstützen.